Versicherung für Film- & Fotoprojekte

Grundsätzlich sollte jeder Produktionspartner folgende Risiken aus eigenem Interesse absichern:

-        Beschädigung auf bzw. Verlust von Bild-, Ton- und Datenträgern (BiToDa);

-        Personenausfall (Darsteller knickt um, kann nicht arbeiten, Drehtag fällt aus);

-        Sachausfall (Kamera fällt auf den Boden, wird beschädigt, Drehtag  fällt aus);

-        Haftpflicht (Kamera fällt herunter, beschädigt Studioboden);

-        Requisiten (geliehene Requisiten werden beschädigt – als Requisit gilt alles, was im Film zu sehen ist, also auch der Rembrandt in der zum Dreh angemieteten Wohnung; entsprechend  hoch muss hier abgesichert werden);

-        Produktionskasse (das Bargeld, das Aufnahmeleitung/Producer zur Bezahlung laufender Kosten bei sich haben);

-        Filmgeräte (der Verleiher muss für Beschädigung oder Verlust entschädigt werden).

Grundsätzlich haftet aus meiner Sicht bei einem Werkvertrag der Produktionspartner, wenn er dies nicht (das passiert durchaus) im Angebot ausschließt. Spätestens bei einem Dienst­vertrag (z.B. in der Regel Fotoaufträge) führt es zu Vorteilen, wenn sich der Auftraggeber selbst um eine Versicherung kümmert. Und selbst wenn beim Werkvertrag der Auftragnehmer theoretisch haftet, muss er einen Schaden praktisch ja auch kurzfristig kompensieren können - andernfalls drohen Verzögerungen, die (Mediabuchungen) auch für den Auftraggeber teuer werden könnten. Dagegen schützen Sie sich, indem Sie darauf bestehen, dass zu Ihren Konditionen und über Ihren Makler versichert wird - einzeln oder per Rahmenvertrag. Aus meiner Sicht sprechen drei Gründe dafür, sich beim Thema Versicherung aktiv einzumischen:

1.    Kostenersparnis: Den letzten RV habe ich mit rund 0,75 % der  Produktionskosten zzgl. Versicherungssteuer ausgehandelt - und dazu eine 1A-Risiko-Absicherung. Bei Einzelprojekten ist der Prozentsatz ähnlich und nur die Absicherung etwas schwächer. Im Kostenangebot Ihrer bisherigen Projekte werden Sie garantiert höhere Kosten finden – vorausgesetzt, es sind auch alle o.g. Risiken abgedeckt. Und wenn Sie bei Fotoprojekten überhaupt keine Versicherung finden, sollten Sie definitiv nachfragen!

2.      Sicherheit: Wenn tatsächlich Sie als Auftraggeber die Versicherung abschließen, können Sie

a.       sich sicher sein, dass Versicherungsschutz besteht;

b.       im Schadensfall bedenkenlos und rasch Geld nachschießen, weil die Ausfallkosten durch die Versicherung ja auch Ihnen direkt erstattet werden.

3.    Mehr Transparenz: Wenn Ihre Produktionspartner auch ihre Filmgeräte über den RV versichern, liegt es nahe, dafür eine Liste der Filmgeräte einzufordern; in diesem Gewerk wüssten Sie könnte man dann überprüfen, ob die im KVA angegebenen Anmietungskosten tatsächlich erreicht werden.

Fürt eine Versicherung über Sie zu höherem Aufwand? Ich kann Sie zu minimalen Pauschalen dabei unterstützen!
Falls Sie Fragen zu diesem Thema haben sollten, sprechen Sie mich bitte an: 08171 345548 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!